Ferien auf Korsika (Auszug)

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Atrus
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Ferien auf Korsika (Auszug)

Beitrag von Atrus » Mi 1. Nov 2017, 21:21

Ankunft

Die Luft ist heiss, und der Bus rattert über die Nebenstrasse vom Flugplatz zur Ferienanlage. Endlich – Scheidung durch, ein neues Leben beginnt. Und ich habe mir fest vorgenommen, dieses neue Leben in allen Facetten zu geniessen. So habe ich mich kurzfristig für zwei Wochen in einer neu gebauten Anlage auf Korsika, speziell für Junge, angemeldet. Es habe zwar noch einige Mängel, weil noch nicht alles ganz fertig sei, aber es sei ganz toll und in einer schönen Umgebung, haben sie mir im Reisebüro gesagt.

Ich bin 28 Jahre alt, 1.78 gross und habe einen sportlichen Body. Mit meiner Ehe lief es leider schon nach einem Jahr nicht mehr so toll. Durch meinen Beruf war ich viel unterwegs und meine Frau sah sich nach einem Lover um. Wir haben aber noch keine Kinder, so war die Scheidung kein Problem.

Eine ganze Gruppe im Bus kommt aus der gleichen Region wie ich, darunter zwei dunkelhaarige Mädchen, die mir schon beim Einchecken am Flughafen aufgefallen sind. Die beiden scheinen recht eng befreundet zu sein. Die grössere ist etwa 1.70 , hat lange schlanke Beine und einen ansehnlichen Busen, schwarzes, leicht gewelltes Haar reicht ihr bis zu den Schultern. Grüne Katzenaugen blitzen aus einem hübschen Gesicht. Ihre Freundin ist etwas kleiner und leicht mollig, hat braune Augen und schwarze Locken, die ihr ebenfalls ansprechendes Gesicht umrahmen. Auch ihr Busen ist nicht zu übersehen.

Endlich rollt der Bus vor das Empfangsgebäude. Neugierig entsteigen wir dem Gefährt und schauen uns um. Ja, das sieht ganz ansprechend aus. Kleine Bungalows sind in Gruppen um das Hauptgebäude angeordnet, da und dort sieht man noch Arbeiter, die an den Wegen oder den Pflanzungen beschäftigt sind. Unser Reiseleiter kommt aus der Réception zurück und versucht der durcheinander redenden Schar erste Instruktionen zu geben.

„Hört mal alle zu! Ich möchte Euch die wichtigsten Dinge mitteilen und anschliessend die Bungalows zuordnen.“ Langsam kehrt Ruhe ein, und die Schar wendet sich dem Reiseleiter zu. Ich schiebe mich zwischen zwei andern jungen Männern durch, um mich neben die beiden Mädchen zu stellen – ich will doch erfahren, wie sie heissen und welchen Bungalow sie bekommen.

„Also, ich bin der Ulrich und zuständig für alle Probleme, die ihr allenfalls habt.“ Nebst Warnungen vor Baustellen auf dem Gelände, Hinweisen für Verpflegungsmöglichkeiten und Ausflügen werden dann endlich die Schlüssel verteilt. Fabienne – so heisst also die grössere der beiden – und ihre Freundin Christine erhalten die Nr. 24. Ich und Karl, ein ebenfall allein angereister junger Mann, bekommen Nr. 9 zugeteilt.

„Sind noch Fragen da? Sonst sehen wir uns um 21 Uhr bei der Arena zum Willkomm-Apéro,“ sagt Ulrich.

„Auf Korsika gibt’s doch FKK, wo kann man denn nackt baden?“ höre ich Fabienne neben mir fragen. Die will’s aber genau wissen, das tönt ja schon gut, denke ich für mich.

„Also so ganz offiziell ist das nicht, aber hinter der Arena gibt es einen Strand, der immer wieder für’s Nacktbaden benützt wird,“ beantwortet Ulrich die Frage.

Schliesslich nehmen alle ihre Koffer und Taschen und suchen ihre Bungalows auf. Karl und ich finden unsere Nr. 9 etwas unterhalb des Hauptgebäudes. Das Häuschen ist bescheiden, aber zweckmässig eingerichtet: zwei Betten, zwei Schränke, ein Tisch mit Stühlen, eine kleine Küche und Dusche mit WC. Dazu kommt eine kleine Veranda mit Sitzgelegenheiten und einem Sonnenschirm. Ich trete auf die Veranda hinaus und sehe schräg gegenüber gerade Christine in ihrem Häuschen verschwinden. Gut zu wissen, wo die beiden wohnen.

„Hallo, ich bin der Karl,“ sagt mein Mitbewohner hinter mir. Ich stelle mich ebenfalls vor und mustere ihn ein wenig. Er ist etwas kleiner als ich, hat eine sehr ungesund weiss scheinende Haut und ist für seine 21 Jahre ziemlich aufgedunsen. Mit dem werde ich wohl nicht auf die Jagd gehen können, denke ich für mich. Aber er scheint nett und höflich zu sein, ich werde es die zwei Wochen wohl aushalten.

Wir richten uns ein, packen unsere Koffer aus, und ziehen uns nach einer erfrischenden Dusche neue Sachen an. Dann machen wir uns auf den Weg zur Arena.


Der Abend

Die Arena ist eigentlich ein nachgebautes griechisches Theater mit im Halbkreis angeordneten Steinstufen, wo ab und an Abendunterhaltungen unter freiem Himmel stattfinden. Hinter der Bühne befindet sich ein grösseres Gebäude, die Disco der Anlage. Vor der Disco sind lange Tische aufgebaut sowie das angekündigte Willkomm-Buffet.

„Komm mit, Karl, wir setzen uns zu Fabienne und Christine“, sage ich und steuere auf den Tisch zu, wo die beiden schon vor einem Glas Bowle sitzen. „Wenn du meinst“, antwortet er und kommt mit.

Ich stelle mich vor, und während Fabiennes grüne Katzenaugen mich neugierig mustern, fühle ich in den braunen Augen ihrer Freundin Zurückhaltung.

„Ja, du kannst dich gerne zu uns setzen“, sagt Fabienne zu mir. Sie hat sich ebenfalls von ihrer Reisekleidung getrennt und trägt nun einen weiss-schwarz gestreiften Minirock und eine weisse Bluse, an der die beiden obersten Knöpfe offen sind. Ich sehe den Ansatz ihrer straffen Brüste und nach einem Blick auf das einladende Tal dazwischen denke ich, „ die hat wohl den BH vergessen“. Sie hat meinen Blick bemerkt und schliesst einen Knopf. Dabei schaut sie mich schelmisch lächelnd an, ist also nicht böse. Ihre Freundin hat das kleine Spiel nicht mitbekommen, sondern schaut irgendwie gelangweilt nach vorn zum Buffet. Sie trägt jetzt eine weisse Jeans und ein hellblaues Top, unter dem sich grosse Brüste abzeichnen. Wenn die gleich langweilig ist wie Karl, passen die ja vielleicht zusammen, denke ich für mich.

Bald kommt auch Ulrich und setzt sich auch zu uns an den Tisch. Er erzählt dies und das von sich, der Anlage und der Insel. Die etwas früh geratene Eröffnung sei noch für keinen Gast ein Problem gewesen, da alle jung und unkompliziert seien, und die Dinge so nehmen würden, wie sie eben seien.

Nach ein paar weiteren Erklärungen beginnt Ulrich Platten aufzulegen und bald beginnen die ersten Paare zu tanzen. Ich fordere Fabienne auf und wir legen einen Rock ‚n Roll hin, der sich gewaschen hat.

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